Statik für Ihre

PV-Anlage

Qualifikationen


Standsicherheitsnachweis ab 300 € Rückmeldung innerhalb 48 Stunden Oft digital, kein Vor-Ort-Termin nötig

Gerichtsfest & versicherungskonform Dreifach-Qualifikation aus einer Hand

warum statik bei PV ?

Ihr Dach war nicht für eine PV-Anlage geplant

Als Ihr Haus gebaut wurde, war eine Solaranlage kein Thema. Der Dachstuhl wurde wirtschaftlich bemessen, für Eigengewicht, Schnee und Wind. Nicht mehr.

Eine Photovoltaikanlage fügt eine dauerhafte, neue Last hinzu. Moderne Solarmodule wiegen pro Stück etwa 15–25 kg. Mit Unterkonstruktion und Dachhaken ergibt das eine Flächenlast von 15 bis 30 kg/m². Auf einem typischen Einfamilienhaus-Dach kommen so, schnell 600 bis 1.200 kg zusammen.

Wohnhaus mit Photovoltaikanlage auf einem Schrägdach zur statischen Bewertung der zusätzlichen Dachlasten
PV Anlage
Und das ist nur die ständige Last. Dazu kommen noch Schnee und Wind, gleichzeitig. Wurde der Dachstuhl ursprünglich mit minimalen Reserven bemessen, kann genau dieser Punkt kritisch werden.

wer haftet wofür ?

  • Solarteur: Standsicherheit der Montage und Anlage selbst
  • Tragwerksplaner: Standsicherheit des Gebäudes / des Daches
  • Bauherr: Verantwortung für das Gesamtgebäude,
    ohne Nachweis trägt er das Schadensrisiko

Statische Einwirkungen

Diese drei Lasten wirken gleichzeitig auf Ihr Dach

Ein Statiker schaut nie nur auf das Gewicht der Module.
Er berechnet das Zusammenspiel aller Kräfte und muss nachweisen, dass das Dach sie alle gleichzeitig trägt.

⚖️
Eigengewicht (ständig)

Module, Unterkonstruktion, Kabel, Befestigung. Wirkt 365 Tage, rund um die Uhr. Schrägdach: 15–25 kg/m². Flachdach mit Ballast: 25–50 kg/m².
Glas-Glas-Module deutlich schwerer als Standard.

❄️
Schneelast (veränderlich)

Die größte variable Last, regional sehr unterschiedlich. Sie kommt zu der PV-Last noch obendrauf. In Schneelastzone 2 (Westerwald, Sauerland) rechnet man mit ca. 85 kg/m² Schneelast plus 20 kg/m² PV = über 100 kg/m² Gesamtlast.

🌬️
Windlast (veränderlich)

Wind erzeugt nicht nur Druck, vor allem starke Sogkräfte, die an der Anlage ziehen. Besonders an Dachrändern und Ecken.
Die aerodynamischen Beiwerte variieren je nach Dachzone. Norm: DIN EN 1991 (Eurocode 1).

Schneelastzonen Deutschland – Ihre Region im Überblick

Die Lastannahmen nach DIN EN 1991-1-3 unterscheiden sich erheblich je nach Standort.
Das ist entscheidend dafür, wie viel Tragreserve Ihr Dach wirklich haben muss.

Zone 1 – Norddeutsche Tiefebene

charakteristische Schneelast ~0,65 kN/m² (65 kg/m²)

Zone 2 – Westerwald, Sauerland, Mittelgebirge

charakteristische Schneelast ~0,85 kN/m² (85 kg/m²)

Zone 3 – Hochlagen Harz, Schwarzwald, Alpen, Hochsauerlandkreis

charakteristische Schneelast >1,10 kN/m² (110 kg/m²)

Wann brauchen Sie einen Statiker?

In diesen Fällen ist ein Standsicherheitsnachweis unverzichtbar

Es gibt keine pauschale Pflicht für jeden Hausbesitzer, aber es gibt klare Situationen, in denen ein formaler Nachweis dringend notwendig oder gesetzlich vorgeschrieben ist.

Besonders Kritisch

Flachdach

Besonders Kritisch

Altbau (vor 1990)

Empfohlen

Schneelastzone 2 oder 3

Empfohlen

Großes Dach / Gewerbe

Empfohlen

Glas-Glas-Module

Empfohlen

Versicherungsauflage

Einzelfall prüfen

Sichtbare Schäden am Dach

Einzelfall prüfen

Dach mit großer Spannweite

Dachtypen

Schrägdach vs. Flachdach, „unterschiedliche Herausforderungen“

Die statischen Anforderungen unterscheiden sich grundlegend je nach Dachtyp.
Ein Pauschalurteil gibt es nicht, jedes Dach muss individuell bewertet werden.

Photovoltaikanlage auf einem Schrägdach zur statischen Bewertung von Sparrenquerschnitten, Sparrenabständen und Dachhakenbefestigungen

Schrägdach

Standardfall für Einfamilienhäuser. Befestigung über Dachhaken in den Sparren.

Flächenlast PV 15–25 kg/m²
BefestigungDachhaken + Konterlattung
HauptrisikoSparren-Überlastung
FEM sinnvollBei Altbau / Sonderfall
Statik PflichtSituationsabhängig
Photovoltaikanlage auf einem Flachdach mit ballastierter Unterkonstruktion zur statischen Bewertung zusätzlicher Dachlasten und Windsogkräfte

Flachdach

Gewerbe, Hallen, Mehrfamilienhäuser. Oft ballastiert, ohne Durchbohrung der Dachhaut.

Flächenlast PV 25–50 kg/m²
BefestigungBallast (Betonplatten)
HauptrisikoTragreserve
FEM sinnvollFast immer
Statik PflichtPraktisch immer

Sonderfälle

Drei Fälle, die viele unterschätzen

Nicht nur das klassische Einfamilienhaus „Schrägdach“ ist betroffen.
Diese drei Situationen werden von Bauherren und manchmal auch von Solarteuren unterschätzt.

1. Komplexe Dächer: Gauben, Schornsteine, Dachfenster

Die meisten Dächer in Deutschland sind keine simplen Rechtecke. Gauben, Schornsteine und Dachfenster reduzieren nicht nur die nutzbare Fläche, sie erzeugen ein weiteres Problem: den sogenannten „Gartenschlauch-Effekt“.

Bei Standardanlagen sind Module in Reihe geschaltet. Wird ein Modul durch eine Gaube oder Schneelast teilverschattet, bremst es den gesamten Strang. Deshalb verteilen smarte Planer die Module auf mehrere Dachflächen mit verschiedenen Ausrichtungen, was auch unterschiedliche Lasteinleitungen bedeutet:

Photovoltaikanlage auf einem Dach mit Gauben, Dachfenstern und Schornstein zur Bewertung ungleichmäßiger Lastverteilungen und statischer Besonderheiten
  • Jede Teilfläche muss einzeln berechnet werden
  • Gauben und Dachfenster unterbrechen Sparren genau dort, wo Module befestigt werden sollen
  • Je komplexer das Dach, desto mehr braucht es einen echten Tragwerksplaner, nicht nur eine Statik-App

2. PV auf Garage, Carport oder Gartenhaus

Wenn das Hauptdach verschattet, schlecht ausgerichtet oder statisch ausgelastet ist, weichen viele Eigentümer auf Nebengebäude aus.

Eine gut ausgerichtete Garage kann mehr Strom produzieren als ein teilverschattetes Hauptdach.
Was dabei oft vergessen wird:

Photovoltaikanlage auf einer Doppelgarage mit Fokus auf statische Bewertung der Dachkonstruktion und Tragfähigkeit bestehender Sparren
  • Garagen sind oft in Leichtbauweise errichtet, ohne Statik-Berechnung, ohne Genehmigungsunterlagen
  • Carports sind offene Konstruktionen, erhöhte Windanfälligkeit, da kein schützendes Gebäude drumherum
  • Gartenhäuser: häufig keine baurechtliche Zulassung für größere Zusatzlasten
  • Fazit: Statik-Prüfung hier fast immer notwendig

3. Balkonkraftwerk, wann ist ein Statiker nötig?

Über 1 Million Balkonkraftwerke sind in Deutschland registriert. In der Regel sind sie statisch unkritisch, aber nicht immer.

In diesen Fällen sollten Sie einen Statiker fragen:

Photovoltaikmodule an einer Balkonbrüstung eines Wohngebäudes mit Fokus auf statische Prüfung der Befestigung und Windlasten
  • Alter Balkon (vor 1970): Tragreserve der Balkonplatte und Brüstung prüfen
  • Exponierte Hochlage: Windsoggkräfte an der Balkonbrüstung können erheblich sein
  • Fassadenmontage: Ankerpunkte im Mauerwerk oder im Wärmedämmverbundsystem (WDVS), Tragfähigkeit unklar
  • Schwere Glas-Glas-Module auf kleiner Fläche: konzentrierte Last

Rollenklärung

Was Ihr Solarteur prüft und was nicht

Hier entsteht in der Praxis die häufigste Lücke. Viele Bauherren gehen davon aus, dass der Solarteur alles überprüft hat. Das stimmt nur teilweise.

❌ Was der Solarteur NICHT leistet

Formaler Standsicherheitsnachweis für das Gebäude

Baurechtlich anerkannte statische Berechnung mit Ingenieur-Unterschrift

Gerichtsfestes Dokument im Schadensfall

Haftung für Tragfähigkeit des Dachstuhls

Von Versicherungen akzeptierter Nachweis

✅ Was ein nachweisberechtigter Statiker leistet

Formaler Standsicherheitsnachweis mit Ingenieursunterschrift und Stempel

Baurechtlich anerkannt, gilt für Bauamt und Versicherung

Gerichtsfest, schützt Sie im Schadensfall

FEM-Analyse zur genauen Ermittlung der Tragreserven

Konkrete Empfehlung, wenn Verstärkung nötig ist

Direktvergleich: Statiker-Software vs. formaler Nachweis

Was dann?

Wenn das Dach die PV-Last nicht trägt, Ihre 4 Optionen

Das ist kein Urteil gegen die PV-Anlage. Es ist Information, auf deren Basis Sie die wirtschaftlichste Entscheidung treffen können.

A

Dach verstärken

Mit zusätzlichen Sparren, Pfetten oder Unterzüge. Realisierbar in den meisten Fällen. Durch statische Anpassung umsetzbar.

2.000-10.000 €

B

Fläche reduzieren

Nur die Teilfläche mit ausreichenden Tragreserven belegen. Kleinere Anlage, sicherer Betrieb.

Keine Zusatzkosten

C

Leichtere Module

Leichtbau-Module statt Glas-Glas können bis zu 40 % weniger wiegen. Elegante Lösung bei knappen Reserven.

Modulwahl prüfen

D

Nebengebäude nutzen

Garage oder Carport als Alternative, wenn Ausrichtung und Statik stimmen oft die bessere Wahl.

Eigene Statik nötig

Wie es läuft

Von der Anfrage zum Standsicherheitsnachweis

Digital, schnell und unkompliziert. In den meisten Fällen ist kein Vor-Ort-Termin nötig.

1

Unterlagen einreichen

Sie senden Baupläne, statische Berechnung vom Bestand (falls vorhanden), Fotos des Dachstuhls und Datenblätter der geplanten PV-Module. Digital per Mail oder WhatsApp – DSGVO-konform.
Keine Pläne vorhanden? Kein Problem, dann weiter zu Schritt 2.

2

Bestandsaufnahme (falls nötig)

Bei fehlenden Unterlagen, häufig bei Altbauten, kommt ein Mitarbeit des Ingenieurbüros persönlich vorbei. Er vermisst Sparrenabstände, Querschnitte und Verbindungsmittel und dokumentiert die Konstruktion vollständig. So entsteht die Basis für die Berechnung.

3

Statische Berechnung

Ermittlung der vorhandenen Tragreserven. Berechnung aller Zusatzlasten (Eigengewicht, Wind, Schnee) nach DIN EN 1991 (Eurocode 1). Bei komplexen Konstruktionen: FEM-Analyse für präzise Ergebnisse, das verhindert unnötige und teure Verstärkungsmaßnahmen.

4

Standsicherheitsnachweis

Das formale Dokument mit Ingenieursunterschrift und Stempel. Entweder: Bestätigung, dass Ihr Dach die PV-Anlage sicher trägt. Oder: konkrete Empfehlung für Verstärkungsmaßnahmen. Gültig für Versicherung, Bauamt und Solarteur.

5

Optional: Baubegleitung

Als TÜV Rheinland zertifizierter Bauleiter überwacht Dipl.-Ing. Sinan Kurt auf Wunsch die fachgerechte Montage: Dachhaken-Positionen, Lasteinleitung, Dacheindeckung.
Alles aus einer Hand, kein zweiter Ansprechpartner, keine Schnittstellenprobleme.

Transparente Kosten

Was kostet eine PV-Statik?

Die Kosten hängen von Gebäudetyp, Komplexität und vorhandenen Unterlagen ab.
Festpreis nach Sichtung der Unterlagen, keine versteckten Zusatzkosten.

Einfamilienhaus

ab 300 €

Mit vorhandenen Bauplänen, digitale Abwicklung. Standsicherheitsnachweis inklusive.

EFH ohne Pläne

600–1.200 €

Mit Vor-Ort-Bestandsaufnahme. Sparren werden vermessen, Konstruktion dokumentiert.

Gewerbe / Halle

Auf Anfrage

Festpreis nach Unterlagen-Sichtung.
FEM-Analyse inklusive bei großen Dachflächen.

Kostenvergleich: Eine 10-kWp-PV-Anlage kostet 12.000–20.000 €. Der Standsicherheitsnachweis macht weniger als 3 % davon aus, vermeidet aber Dachsanierungskosten von 8.000–15.000 € oder mehr im Schadensfall. Bei seriösen Solarteuren ist die Statik-Prüfung im Angebot enthalten.
Fehlt sie ohne Erklärung: Nachfragen.

Warum Ingenieurbüro Kurt

Mehrfach-Kompetenz,
aus einer Hand

Häufige Fragen

FAQ – Statik für PV-Anlagen

Beantwortet von Dipl.-Ing. (FH) Sinan Kurt, nachweisberechtigter Tragwerksplaner.

Einsatzgebiet

Regional präsent, digital bundesweit

Statische Berechnungen erstellen wir auf Basis von Plänen und Fotos deutschlandweit.
Für Vor-Ort-Bestandsaufnahmen sind wir insbesondere in folgenden Regionen tätig:

Nordrhein-Westfalen

Siegen, Gummersbach, Köln, Düsseldorf, Dortmund und Umgebung

Rheinland-Pfalz

Betzdorf, Altenkirchen, Montabaur, Koblenz, Neuwied, Mainz und Umgebung.

Hessen

Wetzlar, Gießen, Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Umgebung.

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